Alles rund um die Rose

 

Leisnig

Alles rund um die Rose erleben die Besucher im Kloster Buch. Sie erfreut nicht nur mit Blüten und Düften. Sie kann viel mehr.
Es passte einfach alles, was die Förderer vom Kloster Buch zum Fest der Rose auf die Beine gestellt haben.
Die Rose in ihrer vielseitigen Verwendbarkeit konnten die Besucher in der historischen Apotheke von Eberhard Jasinski erleben.
„Mit meinem Team der Sophien-Apotheke Colditz möchten wir den Bezug zum Kloster und der Rose herstellen.
Wir zeigen die Verwendung der Rose zu Heilzwecken, zu kosmetischen Anwendungen und nicht zuletzt zu kulinarischen Genüssen",
erklärt er. So war zu erleben, wie mühsam es ist, Rosenöl herzustellen.
„Fünf Tonnen Rosenblätter werden beispielsweise für einen Liter Rosenöl benötigt.
Daraus erklärt sich auch der hohe Preis des Rosenöles", sagt Rocco Heinrich, der die Destillation vorstellte.
„Die Apotheke finde ich große klasse. Ich habe mir von den Fachleuten viele gute Ratschläge geholt",
so Hertha Braune aus Hartha. „Wir zeigen vor allem der Jugend sehr gerne in der historischen Apotheke,
wie schwierig früher die Herstellung von Arzneien war", erklärt Jasinski.
Mitarbeiterin Doris König (57) hat sogar noch gelernt, wie man Pillen von Hand dreht und führte dies den Besuchern vor.
Von Wilrun Wagner

Es passt einfach alles, was die Förderer vom Kloster Buch zum Fest der Rose auf die Beine gestellt haben.
Angefangen von lukullischen Köstlichkeiten über passende neue Angebote der Händler im Kuhstall
und die kulturellen Beiträge im Zehrgarten, meinte nicht nur Gerda Geißel aus Technitz.
Für die Gemütlichkeit im Zehrgarten sorgte DJ Uwe Beier aus Chemnitz,
der die passenden Walzermelodien und die singenden Saxophone von Captain Cook mitbrachte .

Silvia Thalheim aus Geringswalde war zum ersten Mal beim Fest der Rose dabei. Die Händlerin ist vom Klosterambiente begeistert.         

Die Rose in ihrer vielseitigen Verwendbarkeit konnten die Besucher in der historischen Apotheke von Eberhard Jasinski erleben.
„Mit meinem Team der Sophien-Apotheke Colditz möchten wir den Bezug  zum Kloster und der Rose herstellen.
Wir zeigen die Verwendung der Rose zu Heilzwecken, zu kosmetischen Anwendungen und nicht zuletzt zu kulinarischen Genüssen",
erklärt er. So war zu erleben, wie mühsam es ist, Rose herzustellen.
„Fünf Tonnen Rosenblätter werden beispielsweise einen Liter Rosenöl benötigt, raus erklärt sich auch der Preis des Rosenöles",
sagt Rocco Heinrich, der die Destillation stellte. „Die Apotheke finde ich klasse. Ich habe mir von Fachleuten viele gute Ratsch geholt",
so Hertha Braune. „Wir zeigen vor allem der Jugend sehr gerne in der historischen Apotheke,
wie schwierig frühe die Herstellung von Arzneien war' klärt Jasinski.
Mitarbeiterin I König (57) hat sogar noch gelernt, wie man Pillen von Hand dreht führte dies den Besuchern vor.
Natürlich gab es auch fachmännische Ratschläge zum Rosenbau.
Die Döbelner Tap Dance erfreute mit Stepp-Tänzen.
Die Modenschau von Phönix Moden Sommermode und gab schon einen Ausblick auf die Trends der Herbstmode

Foto: André Braun
 

Apotheker setzt Schnapsidee um

 


Eberhard Jasinski, Chef der Sophien-Apotheke in Colditz, zeigt den „KlosterBucher Antonius-Bitter".
Der Schnaps, der den Appetit anregen und beim Verdauen deftiger Speisen helfen soll, wird von seinem Team hergestellt. Er ist das erste hochprozentige Souvenir des Klosters Buch - aber keineswegs nur als Mitbringsel geeignet.
Foto: a. Braun

Das Kloster Buch erfüllt die Wünsche von Besuchern und bringt ein hauseigenes Präsent auf den Markt: einen Schnaps.
Von Heike Stumpf
Ein bisschen stolz sind die Mitglieder des Fördervereins schon.
Mit dem „KlosterBucher Antonius-Bitter" haben sie jetzt eine eigenes Souvenir.
Das sieht gut aus, soll - von Probanten bestätigt - gut schmecken und durchaus Wirkung zeigen.
Zu alledem kann sogar noch ein historischer Bezug hergestellt werden.
„Antonius Dytz war der letzte Abt hier. Nach seinem Tode im Dezember 1525 wurde das Kloster dann aufgelöst",
erzählt Sabine Patzelt vom Förderverein Kloster Buch. Wie sie weiter berichtet,
habe es diese „Schnapsidee" schon ein paar Jahre gegeben.
Schön sei, dass die Umsetzung nun geklappt hat, zumal die Besucher immer wieder nach etwas fragen,
was sie als Erinnerung vom Kloster mitnehmen können.
Dass es vom Wunsch zum fertigen Produkt gekommen ist,
verdanken die Förderer der guten Zusammenarbeit mit der Sophien-Apotheke aus Colditz.
Deren Team ist bei der einen oder anderen Veranstaltung im Kloster
- zuletzt dem Fest der Rose - dabei.
Und es interessiert sich für das, was an altem Wissen und Können überliefert ist.

Rezept aus Apothekerbuch
„Die Rezeptur für den Antonius-Bitter stammt aus einem alten Apotheker-Buch.
Allerdings haben wir sie dann auch noch ein wenig verfeinert", sagt Anja Heinrich.
Sie ist pharmazeutisch-technische Assistentin in der Sophien-Apotheke.
„Das Interesse an Hochprozentigem bringe der Beruf so mit sich", berichtet die Schnapsherstellerin lächelnd.
Sie verrät, dass der Antonius-Bitter eine Mischung aus verschiedenen Tinkturen ist.
Der würden Alkohol und Zucker zugesetzt. Nicht zu viel Zucker. Sonst wäre es kein Bitter, sondern ein Likör.
Nach zwei bis drei Wochen hätten sich die „Zutaten" so gut miteinander vermischt,
dass der Bitter in die Flaschen der beiden angebotenen Formate abgefüllt werden kann.
Über die Zutaten verrät Anja Heinrich wenig. Verständlich, denn jeder Hersteller behält bestimmte Geheimnisse besser für sich.
Lediglich, dass Enzianwurzeln mit im Spiel sind, lässt sie sich entlocken. Kräuter und,
weil es eben ein Bitter sei, würden den Schnaps auch eine bestimmt Wirkung verleihen.
Er sei ebenso Appetit anregend wie verdauungsfördernd.
„Den Antonius-Bitter kann man sich also mit gutem Gewissen gönnen", bescheinigt die Fachfrau.
Wer das einmal ausprobieren möchte, kann sich die Fläschchen im Kloster Buch schon heute beim Bauernmarkt besorgen.
„Wir als Förderverein haben uns in die Gestaltung des Etiketts eingebracht", sagt Sabine Patzelt.
Die Klosterführerin kann sich übrigens gut vorstellen, dass die Mönche seinerzeit Kräutertinkturen
- vielleicht sogar hochprozentige - hergestellt haben und findet so noch einen historischen Bezug.
Überlieferungen darüber gibt es allerdings nicht. Sehr wohl belegt ist dagegen,
dass die Zisterzienser auch auf dem Bucher Gelände Arznei- und Gewürzkräuter angebaut - und demzufolge auch verwendet - haben.

 
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